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Presseberichte 2018

Sehnde News vom 01.11.2018

Zweites ausverkauftes „Gruseldinner“ der KGS Sehnde – Publikum be-„geistert“

Bereits zum 2. Mal fand am Dienstag, 30.10.2018, exakt am Abend vor Halloween, nach dem 21.09.2018 das Gruseldinner „Die Gräfin“ der KGS Sehnde in Kooperation mit dem KGS-Schülercafé statt. Die zwei schnell ausverkauften Veranstaltungen der Theater AG der KGS Sehnde fanden dieses Mal in der Mensa der Schule statt, da das bisher genutzte Forum wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung stand.

Von Lutz Akemann

Szenen zwischen den Menügängen bezogen das Publikum mit ein – Foto: LAK

Szenen zwischen den Menügängen bezogen das Publikum mit ein – Foto: LAK

 

Die liebevoll gruselig dekorierte Mensa bot für acht große Tische, mit etwa 40 Personen besetzt, Platz und konnte dadurch vom direkt angrenzenden Schülercafé bestens unterstützt werden. Die insgesamt zirka 30 Schüler der Theater AG im Alter von zwölf bis 19 Jahren besuchen derzeit die Klassen 5 bis 12, einige Jugendliche des Schülercafés engagieren sich unabhängig vom Schulbesuch gerne noch im Schülercafé – nur wegen dem Spaß an der Freude der Gemeinsamkeit.

Einlass zum Theater war ab 18.30 Uhr. Von den Schülern wurde man zum Platz begleitet und fühlte sich dadurch tatsächlich wie in einem Schloss. Um 19 Uhr begrüßte Sebastian Prignitz, der Leiter der Theater AG, die Gäste. Anschließend begann der Einstieg ins Theaterstück mit einem kleinen Cocktail, bevor sich das von den Schülern des Cafés fantastische, selbst zubereitete und servierte Vier-Gänge-Menü mit dem amüsanten Theaterstück, auch unter Einbeziehung des Publikums, abwechselte. Die Geschichte einer, durch geplatzten Reifen am Bus, gestrandeten Truppe in dem merkwürdigen, großen Schloss der Gräfin, die gerne alle „Gäste“ aussaugen wollte, konnte sehr gut von den Schülern umgesetzt werden – die selbst auch sichtlich Spaß daran hatten. Der eingesetzte Humor, aber auch die Ernsthaftigkeit der Geschichte, waren jederzeit zu spüren.

 

Auch die Küchen- und Serviercrew bekam nach „Fallen des Vorhangs“ den wohlverdienten Applaus – Foto: LAK

 

Ende des Theaterstücks war gegen 22 Uhr. Nachdem dann durch die Schulleitung noch bekannt wurde, dass Sebastian Prignitz seinen 38. Geburtstag wie auch der Darsteller des „Igor“ seinen 13. Geburtstag feierten, ließ sich das Publikum auch ein Geburtstagsständchen nach der Übergabe kleiner Aufmerksamkeiten nicht nehmen.

Ein großer Dank ging an alle Sponsoren, den Förderverein sowie alle Eltern, Großeltern und Geschwister für die großartige Unterstützung beider Veranstaltungen. Ohne das riesige Engagement des Schülercafés, der Theater AG als auch allen Verantwortlichen im Hintergrund wären derartige Angebote gar nicht möglich. Gemeinsame Meinung aller Gäste: „Macht weiter so!“

 


 

 

 

Gruseldinner in der KGS-Mensa: An der opulenten Tafel der Gräfin wiegen sich die Gäste noch in Sicherheit, aber Diener Igor (Svea De Haan, rechts), kommt ihnen schon sehr seltsam vor. Die Reiseleiterin (Marie Kaufhold, von rechts), Handwerker Jop (Jonas Jeworutzki), Jungbauer Hinnerk (Eric Uzarewicz) Wirtin Martha (Dilara Thom).
Gruseldinner in der KGS-Mensa: An der opulenten Tafel der Gräfin wiegen sich die Gäste noch in Sicherheit, aber Diener Igor (Svea De Haan, rechts), kommt ihnen schon sehr seltsam vor. Ursula (Malina Aue), Handwerker Jop (Jonas Jeworutzki), Jungbauer Hinnerk (Eric Uzarewicz), Wirtin Martha (Dilara Thom). Quelle: Susanne Hanke

Festlich geschmückte Tische, sanftes Kerzenlicht, Gäste, die sich angeregt unterhalten –und plötzlich jagt eine bucklige Gestalt mit einer Axt zwischen den Tischen herum. Da gerät die Vorspeise in Vergessenheit, der Löffel fällt aus der Hand und der Schrecken sitzt tief in den Gliedern. Doch bei diesem Grusel-Dinner der Theater-AG an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) gerät am Dienstagabend niemand in Lebensgefahr. Vielmehr bietet es vor allem spannende Unterhaltung und unterschwelligen Humor.

In der Tat hält die Theater-AG in Zusammenarbeit mit dem Schülercafé an diesem Abend vor Halloween einen wahren Gaumen- und Nervenkitzel bereit. Mittendrin befinden sich die Zuschauer mit einem Bloody Mary als Aperitif. Und mit Schwarzlicht-Schminke wird dabei die perfekte Gruselanimation für körperlosen Geister geschaffen.

Das Bühnenbild habe sich nach und nach entwickelt und sei teilweise von einem Puppentheater inspiriert, erläutert Spielleiter Sebastian Prignitz. Er selbst hat bereits in einem Krimi-Dinner als Schauspieler Erfahrungen gesammelt. Da sei es ihm durch den Kopf geschossen, so etwas auch einmal in der KGS-Mensa zu inszenieren. Dort bedient am Dienstagabend der bucklige Igor die Gäste an der Tafel der Gräfin, während die Zuschauer von aufmerksamen Servicekräften des Schülercafés mit einem Vier-Gänge Menü verwöhnt werden. „Genießen Sie die Suppe, solange Sie noch können“, raten die Geister. Denn die Gräfin entpuppt sich kurz darauf als Vampir, der schon gierig auf das Blut seiner arglosen Gäste wartet.

 


 

 

 

Peter E. Rompf präsentiert den Schülern eine klassische DDR-Devotionalie: Ein Exemplar des SED-Zentralorgans
Peter E. Rompf präsentiert den Schülern eine klassische DDR-Devotionalie: Ein Exemplar des
SED-Zentralorgans "Neues Deutschland" vom 7. Oktober 1969. Quelle: Oliver Kühn

Seinen genauen Wohnort will Peter E. Rompf nicht nennen. Denn er werde immer noch von alten Stasi-Offizieren verfolgt, sagt der 1977 ausgebürgerte ehemalige DDR-Bürger und Kirchenmusiker, der irgendwo in der Region Hannover lebt. „Die letzten Morddrohungen habe ich vor eineinhalb Jahren bekommen“, sagt er. Grund dafür sei nicht zuletzt sein vor zwei Jahren erschienenes Buch „Operativer Vorgang Kreis“, in dem er über seine Erfahrungen im Unrechtsstaat und die Repressalien des Staatssicherheitsdienstes schreibt. Darüber hat er nun Schülern der 11. Klasse der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde berichtet. Auch wenn keine richtige Diskussion aufkam, war es in den anderthalb Stunden des etwas anderen Geschichtsunterrichts mucksmäuschenstill.

Denn Rompf kommt locker rüber und hält sich an kein Manuskript, sondern trägt Anekdoten und Begebenheiten in freier Rede vor. Wie verbohrt Ideologien sind, hat der 78-Jährige schon als Kind erfahren. „Als sechsjähriger Faschist bin ich 1946 von den Tschechen in die SBZ ausgewiesen worden.“ Und er schiebt zum besseren Verständnis schnell noch „sowjetische Besatzungszone“ hinterher. Dort machte er eine Ausbildung zum Schrift- und Plakatmaler sowie Reprofotograf, später zum Kirchenmusiker. Weil er aber aufmüpfig war, wurde er über Nacht angeblich mit offener Tuberkolose in eine Klinik zwangseingewiesen: „Das war ein Ersatzknast, weil die Gefängnisse zur Zeit des Mauerbaus mit sogenannten Republikflüchtlingen voll waren.“

Umgedreht hat ihn das aber nicht. 1970 gründete er in Frankfurt/Oder den „Kreis“, ein Zusammenschluss von regimekritischen Bürgern mit bis zu 42 Mitgliedern. Für die Stasi war das eine „Zusammenrottung von Staatsfeinden“, die unerbittlich verfolgt wurden – doch das habe er erst in den Neunzigerjahren aus den Stasi-Akten erfahren. „Woher hatten Sie die Kraft, sich gegen den Staat zu stellen“, wollte Schülerin Isabell wissen. „Aus dem Freundeskreis“, erwiderte Rompf kurz und bündig. Und dass er sich bei Verhören die brüllenden Stasi-Offiziere in langen Unterhosen vorgestellt hat.

Interessiert schauten sich die Elftklässler alte DDR-Devotionalien wie eine Ausgabe des SED-Zentralorgans „Neues Deutschland“ an, dass 1969 stolz verkündet, dass die DDR „ der moderne sozialistische deutsche Staat ist, dem die Zukunft gehört“. Selbst ein guter alter Gettoblaster kommt zum Einsatz, und man hört etwas scheppernd und sächselnd die Stimme des ersten Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht und seinen historischen Satz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Das ist Geschichtsunterricht zum Anfassen.

Wie er denn die Verharmlosung durch die DDR-Nostalgie empfinde, wollte da Lehrer Stefan Bahls wissen. „Für die, die im Knast saßen, ist das eine bittere Sache und Geschichtsklitterung hoch drei.“ Die DDR habe schließlich mit „Menschenhandel“ , dem „Verkauf von Häftlingen“ an die Bundesrepublik, mehr als 3 Milliarden Mark verdient.

 


 

 

Das Programm zur Berufsorientierung an der KGS kann fortgesetzt werden.
Das Programm zur Berufsorientierung an der KGS kann fortgesetzt werden. Quelle: Archiv

Die Stadt kann die Zusammenarbeit mit dem Bildungsträger Pro Beruf und dem Programm zur Berufsorientierung „You got 2 move“ der Agentur für Arbeit an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde fortsetzen. Der Rat hat dem entsprechenden Antrag der Verwaltung in seiner jüngsten Sitzung einhellig zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass auch die Agentur für Arbeit weiterhin ihren ungefähr gleich hohen Anteil für die Vollzeitstelle eines Pädagogen zahlt. Für die Jahre 2019 bis 2021 werden dafür rund 80.000 Euro aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt. „Die Qualität der geleisteten Arbeit ist sehr gut und erfolgreich“, resümiert die Stadt in ihrer Stellungnahme für den Rat.

In diesem und im Vorjahr hatte der Rat bereits jeweils 26.000 Euro für das Programm an einer der größten weiterführenden Schulen Niedersachsens bewilligt. Die gemeinnützige Pro Beruf GmbH ist ein in der Region Hannover tätiger Bildungsträger mit einem breit gefächerten Angebot zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration junger Menschen. Seit mehreren Jahren berät Pro Beruf KGS-Schüler der Klassen 8 bis 10 bei der Berufswahl, organisiert Bewerbungstrainings und unterstützt die Schüler bei realen Bewerbungen.

Für die Bemühungen, ihre Schüler darüber hinaus auch mit einer Ausbildungsmesse mit vielen Firmen und Unternehmen an die Berufswelt heranzuführen, ist die Kooperative Gesamtschule in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Folge vom Niedersächsischen Kultusministerium mit dem Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Träger des Netzwerks „Berufswahl Siegel Niedersachsen“ sind die Handwerkskammer Hannover, die Niedersächsische Landesschulbehörde, die Agentur für Arbeit in Hannover, die Region, die Landeshauptstadt sowie die Industrie- und Handelskammer Hannover.

 


 

 

 

Sehnde News vom 20.10.2018

Brand in der KGS – Sehnder Ortsfeuerwehr rückt aus

Der Alarm für die Ortsfeuerwehr Sehnde kam am Freitag gegen 18.46 Uhr und lautete „Vollalarm für die KGS Sehnde, Am Papenholz“. Sofort wurden bei allen Alarmierten schlechte Erinnerungen wach und die Bilder aus der Turnhalle, dem O-Trakt und anderen Bränden dort tauchten auf.

Von Jörg-Peter Hellerling

Durch den Haupteingang gingen die Einsatzkräfte vor – Foto: JPH

Durch den Haupteingang gingen die Einsatzkräfte vor – Foto: JPH

 

Die Sehnder Feuerwehr rückte mit allen verfügbaren Einsatzkräften mit dem Tanklöschfahrzeug, dem Löschgruppenfahrzeug, der Drehleiter, dem Mannschaftstransportwagen und der Einsatzleit-Gruppe an das Papenholz aus. Vor Ort ergab die Erkundung dann, dass ein Klassenraum im hinteren Bereich und der Flur davor stark verqualmt waren. Aufgrund der Lage wurden das Löschgruppenfahrzeug und die Drehleiter umdirigiert und an den hinteren Bereich der Schule beordert, während das Tanklöschfahrzeug als wassergebendes Teil am Eingang der KGS verlieb. Von dort gingen umgehend auch Trupps unter Atemschutz vor, denn in der Schule sollten sich noch zwei verletzte Personen befinden. Zudem wurde die Löschleitung aufgebaut.

Gegen 20 Uhr hieß es „Übungsende“ – und es wurde abgebaut – Foto: JPH

Gegen 20 Uhr hieß es „Übungsende“ – und es wurde abgebaut – Foto: JPH

 

Dann drang der Trupp in den betroffenen Flur vor – und fand tatsächlich eine verletzte Person: den „Dummy“ der Ortsfeuerwehr Sehnde. Damit war plötzlich klar: Es handelt sich um eine Übung! Dann wurden die beiden Personen im künstlichen Nebel und unter zuckenden Lichtblitzen aufgespürt, geborgen und die Schlauchleitung hergestellt. Danach hieß es „Feuer aus“, doch auf einmal kam die Anforderung von Sanitätsunterstützung, denn ein Kamerad unter Atemschutz hatte einen Kollaps erlitten und musste geborgen und reanimiert werden. Sanitätsunterstützung wurde umgehend in Marsch gesetzt. So kam auch die Drehleiter noch zum Einsatz und barg den Mann unter Reanimation. Schließlich hieß es „Übungsende“ und die Teileinheitsführer trafen sich zur Auswertung bei den Einsatzleitern – dem Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und dem Ortsbrandmeister Sven Grabbe.

 


 

 

 




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