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Schulausfälle in Nds.

Die Schlösser der Metallschränke konnten die Einbrecher offenbar nicht knacken, dafür haben sie die Türen demoliert.
Die Schlösser der Metallschränke konnten die Einbrecher offenbar nicht knacken, dafür haben sie die Türen demoliert. Quelle: Oliver Kühn
 
 

Die Kooperative Gesamtschule in Sehnde (KGS) ist bereits zum dritten Mal in diesem Jahr zum Ziel eines schweren Einbruchs geworden. In der Nacht zum Mittwoch sind Unbekannte ins Medienzentrum eingedrungen und haben große Teile der Kamera- und Videoausrüstung an sich genommen – vier Camcorder, drei Kameras, acht Speicherkarten und ein Stativ. Der Wert der Beute steht noch nicht fest. Im März hatten Einbrecher bereits im Verwaltungstrakt der Schule gewütet und dort unter anderem Türen und Leichtbauwände zertrümmert. Im April hatte es einen Einbruch in die Cafeteria der Mensa gegeben.

Bei der aktuellen Tat gingen die Eindringlinge offenbar wieder sehr gezielt vor. Sie schlugen eine Scheibe im rückwärtigen Bereich des sogenannten Selbstlernzentrums ein. Diese Stelle ist besonders abgelegen und von Weitem nicht einsehbar. Im Gebäude hebelten die Einbrecher weitere Türen auf, öffneten Schränke gewaltsam und verschafften sich schließlich auch Zugang zur Bibliothek und zu dem Raum mit den technischen Geräten.

Nach Angaben aus dem Lehrter Polizeikommissariat entstanden bei diesem Einbruch nicht so enorme Sachschäden wie bei der Tat im März. In der Nacht zum Mittwoch wurden keine Leichtbauwände und Türen durchschlagen. Die meisten Folgen des Einbruchs waren am Freitagmittag schon wieder repariert. Die Polizei hofft jetzt auf Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können. Das Kommissariat in Lehrte ist unter Telefon (05132) 8270 erreichbar.

Die Serie von Einbrüchen in öffentliche Gebäude in Sehnde ist in diesem Jahr lang. Es traf dabei nicht allein die KGS, sondern Ende April zum Beispiel auch das Rathaus und die benachbarten Stadtwerke. Die Brachialität, mit der die Täter dort vorgingen, war schockierend. Sie nutzten unter anderem Feuerlöscher als Rammbock und zertrümmerten Glastüren. Den Schaden schätzte die Stadt auf mehrere Zehntausend Euro. Sie kündigte daraufhin ein neues Sicherheitskonzept für die betroffenen Gebäude an.

Vor gut zwei Wochen hatte die Polizei schließlich drei Männer festgenommen, die in den Kindergarten am Wilhelm-Henze-Weg eingebrochen waren. Ein aufmerksamer Taxifahrer hatte gegen 3 Uhr in der Nacht den Einbruch bemerkt und die Polizei gerufen. Bei dem Trio handelte es sich um zwei Brüder und einen Halbbruder. Sie alle konnten einen festen Wohnsitz vorweisen und wurden wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt.

 


 

 

 




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