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Presseberichte über die KGS Sehnde

MARKTSPIEGEL vom 25.12.2018

Gewissensfragen fallen schwer

KGS-Schüler auf Stippvisite im Bundestag, Matthias Miersch gab persönliche Einblicke

Von Gabriele Gosewisch 
 

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern machte sich Mitte vergangener Woche auf den Weg nach Berlin, um auf Einladung  des hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch den Deutschen Bundestag zu besuchen.Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern machte sich Mitte vergangener Woche auf den Weg nach Berlin, um auf Einladung des hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch den Deutschen Bundestag zu besuchen.

 

Eine Schülergruppe machte sich auf den Weg nach Berlin, um auf Einladung des hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch den Deutschen Bundestag zu besuchen. In der letzten Sitzungswoche vor der Weihnachtspause traf man sich im Reichstag zum gemeinsamen Gespräch. Nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde, in der Matthias Miersch aus seinem Abgeordnetenalltag und aus seiner Funktion als stellvertretender Fraktionsvorsitzender für die Bereiche Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Tourismus berichtete, interessierten sich die Jugendlichen aus Sehnde für Themen wie die diesjährige Klimakonferenz in Katowice/Polen sowie den Zusammenhang zwischen Migration und Klimapolitik. Auch die Frage, inwieweit jeder Einzelne zum Beispiel durch die Verwendung von Steckerleisten zur Verhinderung des "Stand by-Betriebs" ganz konkret einen Beitrag zu Klimaschutz leisten kann, wurde diskutiert.

Ein intensiver Austausch unter den Anwesenden entspann sich bei der Frage, ob der Abgeordnete bei Abstimmungen im Bundestag häufiger Gewissensentscheidungen zu treffen habe. Matthias Miersch wies auf die bevorstehenden Abstimmungen zur Organspende hin und erläuterte, wie schwer ihm 2006 eine Verfassungsänderung gefallen sei, nach der für Bildung ausschließlich die Bundesländer zuständig sein sollten. Schließlich stimmte er gegen die so genannte Föderalismusreform, weil es sich um eine gravierende Verfassungsänderung gehandelt habe. Gerade in der Woche, in der die Sehnder Schüler Matthias Miersch besuchten, zeigte sich, wie schwer solche Entscheidungen wieder rückgängig zu machen sind: Der Bundesrat blockierte die zuvor mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit getroffene Entscheidung des Bundestages, wonach nunmehr der Bund gerade angesichts der Digitalisierung im Bildungsbereich die Länder unterstützen soll.

 


 

 

 

Das Blasorchester des siebten und achten Jahrgangs sorgte neben Weihnachtsliedern auch mit der Titelmelodie aus „Jurassic Park“  für spannende Momente.
Das Blasorchester des siebten und achten Jahrgangs sorgte neben Weihnachtsliedern auch mit
der Titelmelodie aus „Jurassic Park“ für spannende Momente. Quelle: Susanne Hanke

Dass Lehrer und Schüler sich wunderbar ergänzen können, hat sich beim Weihnachtskonzert der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde am Donnerstagabend sehr eindrucksvoll gezeigt. Denn einer der Höhepunkte des Abends war die gelungene Adaption von John Lennons „Happy Xmas“, den sich der Schulchor unter der Leitung von Andreas Engelhorn und die Lehrerband Paukerface ausgesucht hatten. Aber auch die einzelnen Gruppen zeigten ihr musikalisches Können, das melodiöse Überraschungen bereithielt. Mit ihrem Weihnachtskonzert am Abend vorher haben die KGS-Schüler damit gleich zweimal das Forum gefüllt. Das wird aufgrund des großen Andrangs in einer der größten Schulen Niedersachsens seit einigen Jahren so gehandhabt.

Da wurde der Sound der Achtzigerjahre wieder lebendig mit der Jazzfunk-Ballade „Smooth Operator“ von Sade, die die Band AG sehr perfektionistisch in Szene setzte. Die Chor AG interpretierte Musik von Lady Gaga neu. Doch auch klassische Weihnachtslieder erhielten ihren Platz – und dort durfte das Publikum mit einsteigen und mitsingen. Eines der ältesten Marienlieder aus dem 13. Jahrhundert, „Es kommt ein Schiff geladen“, wurde ebenfalls von der Chor AG stimmungsvoll umgesetzt. Das Blasorchester sorgte dafür mit dem Soundtrack der Serie „Game of Thrones“ für moderne Töne.

Aber, um noch einmal die Lehrer zu Wort kommen zu lassen, brachten diese mit ungebremster Energie den Hit von Bryan Adams „Run to You“ auf die Bühne. Dabei zeigte Sport- und Englischlehrer Björn Kassel mit seiner intensiven Stimme und seinem Temperament, dass er eher auf die Bühne als in den Klassenraum gehört. Dass Musik in der Weihnachtszeit an der KGS großgeschrieben wird, hatten bereits die Bläserklassen bei ihrem Konzert in der Iltener Barockkirche und für die HAZ-Weihnachtshilfe in Hannover gezeigt.

Etwas ruhigere Töne schlug jedoch Michael Möllers, Fachbereichsleiter für Musisch-Kulturelle Bildung, an. Er rief dazu auf, einmal innezuhalten in dieser hektischen Zeit und es einfach zu genießen, dass es uns gut geht. Denn ein weiterer Programmpunkt an diesem Abend gehörte einem Projekt des Profilunterrichts „Menschen brauchen Menschen“ des 10. Jahrgangs, das sich mit einem Briefmarathon für die Einhaltung von Menschenrechten stark macht. Das von Amnesty International ins Leben gerufene Projekt „Schreib für Freiheit“ widmet sich in diesem Jahr Frauen, die in ihren Ländern im Gefängnis sitzen und Repressalien ausgesetzt sind. Einen einzelnen Brief könnten die Behörden ungelesen wegwerfen, aber Tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung von Menschenrechten pochen, ließen sich nicht ignorieren, so Möllers. Dafür hatten die Schüler die Mensa zur Schreibwerkstatt umfunktioniert sowie eine Briefstation in der Schulstraße eingerichtet und 700 persönliche Briefe geschrieben.

 


 

 

 

700 persönliche Briefe haben die KGS-Schüler an vier inhaftierte Frauen geschrieben.
700 persönliche Briefe haben die KGS-Schüler an vier inhaftierte Frauen geschrieben. Quelle: Privat

„Schreib für Freiheit“: So lautet das Motto des sogenannten Briefmarathons von Amnesty International, der jedes Jahr um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember organisiert wird – dem Tag, an dem vor 70 Jahren die allgemeine Erklärung der Menschenrechte ausgerufen wurde. In diesem Jahr hat sich der 10. Jahrgang der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde im Rahmen des Profilunterrichts „Menschen brauchen Menschen“ daran beteiligt. Die Schüler haben auch unter ihren Mitschülern für die Aktion geworben, und zwar sehr erfolgreich: Innerhalb einer Woche sind 700 persönliche Briefe an vier inhaftierte Frauen geschrieben sowie 2000 Aufrufe für ihre Freilassung unterzeichnet worden, die nun von Amnesty an die Regierungen ihrer Heimatländer weitergeleitet werden.

 

Die Mensa wird zum Schreibsaal umfunktioniert
Die Mensa wird zum Schreibsaal umfunktioniert. Quelle: Privat
 

30 Artikel umfasst die Menschenrechtscharta, an die sich die Welt eigentlich halten sollte – es aber in vielen Fällen nicht tut. Dies sei den Mitgliedern des Profilunterrichtes bei der Beschäftigung mit Menschenrechtsverletzungen noch bewusster geworden, sagt Lehrerin Anke Kolster. Daraufhin sei schnell der Plan aufgekommen, sich zu engagieren. Flugs wurde jeder Jahrgang in die Mensa eingeladen, die dafür zum Schreibsaal umfunktioniert wurde. Konkret ging es um Atena Daemi aus dem Iran, Nonhle Mbuthuma aus Südafrika, Vitalina Koval aus der Ukraine und Geraldine Chacón aus Venezuela. Alle sitzen nach Auffassung von Amnesty zu Unrecht im Gefängnis, leiden dort unter körperlichen Misshandlungen und leben in Todesangst – ohne jedes Menschenrecht.

Die Schüler haben, um Solidarität mit den Inhaftierten zu zeigen, vorformulierte Gesuche an die jeweiligen Regierungen verschickt. Darüber hinaus ging haufenweise Briefpapier weg, denn die Schüler nutzten die Gelegenheit, auch ganz persönliche Zeilen an die vier Frauen zu schreiben. „Das soll den Frauen direkt Mut machen und Anerkennung aussprechen“, beschreibt Kolster die Bedeutung der Briefe. Die Schüler hoffen nun, dass das Postpaket auch ankommt und vielleicht sogar zum Erfolg führt. Die internationale Aktion läuft noch bis zum 23. Dezember.

 


 

 

 

Das Schülercafé der KGS wird zum Schulungsraum.
Das Schülercafé der KGS wird zum Schulungsraum. Quelle: privat

Wie funktioniert das Internet auf dem Smartphone? Welche Apps sind hilfreich? Wie funktioniert WhatsApp? Wie mache ich mit dem Handy Fotos, wie lege ich Ordner an, und was ist in puncto Datenschutz zu beachten? Um solche und ähnliche Fragen haben sich Schulungen gedreht, in denen Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde zwölf Senioren im Umgang mit dem Smartphone fit gemacht haben. Unter dem Motto „Jung schult Alt“ vermittelten Achtklässler im Rahmen des Informatikunterrichts, welche Möglichkeiten die Geräte bieten und wie man sie praktisch nutzen kann.

Die KGS hat die kostenlosen Schulungen in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Sehnde angeboten. Im Vordergrund stand die Praxis. Gestartet wurde mit Grundinformationen zum Aufbau des Smartphones, später wurden die Themen komplexer. Die Senioren hatten die Finger dabei aber nicht nur auf dem Display, sondern machten sich auch eifrig Notizen. „Im Grunde ging es um Dinge, die für die Schüler völlig alltäglich sind, aber für die älteren Menschen bisher oftmals völliges Neuland waren“, erklärt KGS-Leiterin Sandra Heidrich.

Die Schüler profitierten ebenfalls von der Schulung. Während des Vermittlungsprozesses festigten sie ihre eigenen Kenntnisse und knüpften generationsübergreifende Kontakte. Sie erlebten sich zudem in der Rolle von Experten und gingen in der Schulung auch auf die Wünsche der Senioren ein.

 

Generationen im Gespräch
Generationen im Gespräch: Die Schüler geben den Senioren
Tipps im Umgang mit dem Smartphone. Quelle: privat

 

Die Schulungen fanden im barrierefreien Schülercafé der KGS statt. Das hatte den Vorteil, dass Schüler und Senioren mit ihren Smartphones kostenlos das schuleigene WLAN nutzen konnten und die Schulungen mit einem gemeinsamen Kaffee ausklangen.

Die Smartphone-Schulung für Senioren ist an der KGS eine Premiere. Schüler und Senioren haben sich dafür bisher dreimal getroffen. Für Januar ist ein viertes Treffen geplant. Aufgrund der großen Nachfrage wurde bereits ein weiterer Kurs ins Leben gerufen. Projektleiter Kay Jürgens plant, mit Schülern künftig regelmäßig Smartphone- und PC-Schulungen für Senioren anzubieten.

 


 

 

 

Sehnde News vom 10.12.2018

Lesewettkampf in der KGS – hohe Leistungsdichte

von Jörg-Peter Hellerling

 

Der diesjährige Vorlesewettbewerb der Schüler der 6. Klassen in separaten Wettkämpfen der K- und der G-Klassen startete am vergangenen Freitag, 07.12.2018, im Selbstlernzentrum der Schule. Die Organisation hatte dieses Jahr letztmalig Kai Jäckel vom Fachbereich Deutsch der Schule übernommen. Insgesamt 18 Vorleser waren angetreten, darunter mit zwölf Vorleserinnen mehrheitlich Schülerinnen, die sich in ihren Klassen zuvor als Erste oder Zweite durchgesetzt hatten.

Lara Jochim (2.v.re.) erhält von Emma, Kai Jäckel (v.li.) und Nils (re.) ihren Preis – Foto: JPH
Lara Jochim (2.v.re.) erhält von Emma, Kai Jäckel (v.li.) und Nils (re.) ihren Preis – Foto: JPH
 

Vor den 5. Klassen ihrer Schule, die am Wettbewerb 2019 selbst um den Titel kämpfen werden, mussten die Teilnehmer in zwei Gruppen vorlesen und danach tagte die Jury. Die setzte sich zusammen aus den beiden Vorjahressiegern Emma und Nils, Lars Witte von der Schulleitung, der Elternvertreterin Meike Drange und der zukünftigen Organisatorin, der Deutschlehrerin Jennifer Panke.  Wie jedes Jahr hatten sich die Schüler das Buch selbst aussuchen dürfen, durften die Zitatstelle auswählen und konnten beliebig üben. Für die jeweils ersten Drei in den beiden „Lese-Klassen“ gab es dann als Preis jeweils ein Buch und eine Urkunde, für die übrigen Teilnehmer eine Urkunde und einen Schokoladen-Schneemann. Der jeweils erste der beiden Gruppen nimmt darüber hinaus am Regionsentscheid teil, der Mitte Februar 2019 in auch in der KGS stattfinden wird. „Der ist besonders schwer, weil man dort auch einen Fremdtext bekommt, den man sofort vorlesen muss“, erinnert sich Jurymitglied Emma an ihren Start dort.

Alle Teilnehmer der G-Klassen mit Vorjahresiegern Emma und Nils (vo.) – Foto: JPH
Alle Teilnehmer der G-Klassen mit Vorjahresiegern Emma und Nils (vo.) – Foto: JPH
 

Die Jury hatte dieses Jahr eine besonders schwere Aufgabe. Die Leistungsdichte war in beiden Gruppen sehr hoch und die Mitglieder konzentrierten sich vor allem auf Textinterpretation und die Lesetechnik. „Es sollte nicht roboterhaft vorgelesen werden“, so Vorjahressieger Nils. „Auch die Auswahl der Textstelle ist wichtig.“ Und Emma konzentrierte sich zudem auf die „Betonung und die Buchvorstellung“. Am Ende standen dann doch die drei jeweils besten fest: In der K-Klasse siegte Mia Bajorath vor Leonie Biedermann und Ann-Kathrin Schmidt. In der G-Klasse hatte Lara Jochim die Nase vorn, gefolgt von Greta Jacob und Marlon Häger. „Aber tatsächlich“, so Jäckel bei der Preisübergabe, „hat keiner verloren, sondern alle haben gewonnen.“

 


 

 

 

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